Archive for January, 2006

Paris vs Berlin

Sunday, January 29th, 2006

Wollte mal einen kleinen Vergleich der Nachbarhauptstädte Paris und Berlin anhand der Souls of Mischief / Zion I – Shows ziehen. Beide fanden im Rahmen der aktuellen Tour statt, jedoch mit lokalen Eigenheiten: In Berlin traten Souls of Mischief und Zion I auf einer Veranstaltung von livedemo und eines Textilherstellers anläßlich der Modemesse Bread & Butter auf, in Paris dagegen war es eine reine HipHop-Show mit den zusätzlichen Acts Greg Nice und Sadat X.

Venue: Das Noveau Casino in Paris zählt sicherlich zu den Venues mit dem besten Sound Europas. Perfektes Rundum-Soundsystem mit einem Engineer, der sein Haus kennt und den Bass liebt. Dagegen hat das Kapital im Westen Berlins wenig entgegenzuhalten: Die dünne PA stand an der Bühne, Satelliten für hinten gab es keine, was bedeutete, daß man schon 15m vor der Bühne kaum noch Sound hatte. Optik und Ausstattung schenken sich Noveau Casino und Kapital wenig, da beide eher Standard sind. Lediglich das Noveau Casino kann mit guter Aussicht von einem Balkon (auch der mit extra Boxen) aufwarten. Klarer Punkt für Paris.

Publikum: Das Pariser HipHop – Publikum ist für seine extrem kritische Haltung bekannt. Wer auf der Bühne floppt, bekommt auch keinen Applaus. Das bekam auch Sadat X und Greg Nice zu spüren, obwohl beide eigentlich anfangs ganz gut angekommen sind, aber dann den zeitigen Weg von der Bühne nicht mehr fanden. Greg Nice Darbietung war wenig gehaltvoll und fing nach 20 Minuten an zu nerven. Die davon sichtlich erschlagene Crowd konnte auch mit dem Verteilen von Gratis-Shirts nicht mehr deutlich aufgeheitert werden, zum Nachteil der danach auftretenden Zion I. In Berlin war man von anfang an in bester Partylaune. Der Laden war rammeltvoll (wie übrigens auch in Paris), und nicht jeder erhielt mehr Einlaß. Zion I profitierten diesmal und rockten in bester Manier, so daß es zu 2 Zugaben und einer weiteren Freestyleeinlage mit Host Akani kam. Knapper Punkt für Berlin.

Show: Neben der äußerst gelungenen Zion I Show gab es in Berlin auch eine Einlage der Tanzgruppe Badda Bash, die zwar einsam die Flagge der Tanzcrews in Berlin hochhalten, allerdings auch kein internationales Niveau haben. Souls of Mischief wirkten etwas müde von der langen Tour, doch das Publikum nahm sie gut auf und feierte ausgelassen. In Paris dagegen zeigten sich die ausgeruhten Souls von ihrer bestens Seite und rockten gewohnt. Mit Sadat X, Greg Nice, Souls of Mischief und Zion I bekam man auch ein dickes HipHop-Paket fürs Geld. Unentschieden.

Fazit: Der Vergleich endet ganz diplomatisch mit unentschieden: Zwar bot das Noveau Casino mit dickem Sound und fettem Lineup mehr für das Geld. Das wurde jedoch auf Berliner Seite durch das gut gelaunte Publikum (so kennt man seine Berliner ja gar nicht ;)) und dem Hammerauftritt von Zion I fast wettgemacht. I-Tüpfelchen ist der Host auf Berliner Seite, Akani, der zwar keine Promoartikel zu verteilen hatte und auch nicht mit dem komikhaften Talent von Fab (Paris) aufwarten konnte, aber mit seiner spontanen Art der Moderation und eingeworfenen Freestyles angenehm auffiel.

Banksy in der Zeit

Sunday, January 29th, 2006

Der Streetart-Künstler Banksy hat es in die Zeit geschafft. Ist die hausbesitzerfreundliche Version von Graffiti jetzt mainstreamtauglich?

Zwei Artikel

Saturday, January 14th, 2006

Für die persönlichen Akten: zwei äußerst bemerkenswerte Artikel aktuell auf BBC News:

Digitale DJs in den UK brauchen eine teure Extralizenz, die nichtmal kreatives Mischen zuläßt.

Die “Sugar Island” St. Kitts verliert den Zucker und damit ihre Seele.

Zum Wandern in die Karibik

Saturday, January 14th, 2006

Mittlerweile auf Platz 1 meiner gewünschten Reiseziele gerückt: die zwischen Guadeloupe und Martinique liegende Insel Dominica. Letztes Frühjahr hatte es leider nicht mehr geklappt. Jetzt harren wir der günstigen Flüge (gewöhnlich zur Hurrikan-Saison) – was in Ermangelung eines internationalen Flughafens nicht ganz einfach ist.
Zur Vorfreude ein Flickr-Foto-Set von Yaxbalam.

Emerald Pool in Dominica by Yaxbalam

Habanero vs Tepin

Monday, January 9th, 2006

Im Pflichtblog Hot Sauce Blog wird gerade über die sog. Tepin Pepperp, Chiletepin oder Vogelaugenpeppers geschrieben, die angeblich deutlich schärfer sein sollen als die von mir so geliebten Habanero Peppers. Nunja, die Schärfe alleine ist nicht alles, auch der einzigartige rauchige Geschmack der Habanero macht sie zum Gewinner. Das halten wir mal so fest und warten geduldig die 10 Jahre, bis sich die ersten Tepin auf den deutschen Markt verirren (oder hat die schonmal jemand gesehen? Testexemplare zwecks Review an mich). [via Global Voices]

Re: die letzte Tour

Thursday, January 5th, 2006

Als official Tourblog muß es hier natürlich ein kurzer Abriß der letzten Subotage-Tour mit Rasco und Concise Kilgoregeben, wenn auch nur aus dem Gedächtnis. Besonderheit war, daß die Tour über Weihnachten bis Silvester ging und von allen Beteiligten besonderes Engagement forderte.

Das erste Wochenende der Tour konnte ich nicht wahrnehmen und bin erst in Wien dazugestoßen. Die Show dort war zwar nur mittel besucht, allerdings schaffte es der äußerst lebendige harte Kern der Besucher, daß Rasco ein Interview abbrach und zu einer zweiten Zugabe auf die Bühne ging.
Am nächsten Morgen ging es früh raus, da am abend eine Show in Kopenhagen anstand. Nach Flieger, Auto, Fähre und eine Stunde warten in der Kopenhagener Kälte auf den Promoter war die Show eher Pflichtprogramm. Das lag sicherlich auch am Club Cafe Rust, der eher Mainstream Publikum am Start hatte, das sich mit einer Rapshow überfordert fühlte.
Zwei Tage später in Weinheim bei Heidelberg. Das Cafe Central ist ein recht kleiner, gemütlicher Laden, der auch ganz ordentlich gefüllt war. Auch wenn die Show gut anzukommen schien, machte das Publikum einen extrem apathischen Eindruck. Ob das am vorweihnachtlichen Geschenkeeinkaufstress oder an der Einnahme von BTM lag, war schwer auszumachen.

Da in den meisten Clubs geraucht wird, als gäbe es kein Morgen, oder man oft den Eindruck hat, man befinde sich auf dem Jahrestreffen der Kettenraucher, war auch mittlerweile die Stimme der Künstler schwer in Mitleidenschaft gezogen. Natürliche Feinde der Künstlerstimme ist u.a. die obligatorische erste Reihe von notorisch rauchenden und gelangweilt dreinschauhenden Damen. Gerne wird der Rauch demonstrativ dem Künster in das Gesicht geblasen. Auch kaum zu vermeiden: Fans und Vorgruppen (aka male bitches), die den Wunsch des Künstlers nach ruhigen und sauberen Rückzugsgebiet ignorieren und sich im Backstage breitmachen und dabei wettqualmen.
Einzige Abhilfe ist da nur der omnipräsente Jägermeister, ein guter Schluck Cognac und ein paar Tassen Tee.

Am 24.12. dagegen war im Leipziger Conne Island der Laden schwer am Brummen. Schon kurz nach 21h standen die ersten Weihnachtsgeschädigten vor der noch geschlossenen Tür. Vor etwa 700 Zuschauern gab es dann auch eine Show, die sich gewaschen hatte. Vor der Zugabe verbrüht sich Rasco die Lippe vom Tee und zieht unter widrigsten Bedingungen seine Restshow durch.
Die Dresden Show fand in einem recht verborgenen Club in einer Industriebrache statt und war wohl nur für Eingeweihte zu finden. Trotzdem war der Laden brechend gefüllt, der dann eher an eine Räucherkammer erinnerte. Die Show war dank der intimen Nähe (sprich fehlender Bühne) sehr direkt und energiegeladen. Highlight hier der in der Hotellobby ausgegebene heisse Apfelsaft/Amaretto-Drink, der nach unserem Eintreffen mehrmals nachgefüllt werden mußte.
Der Berliner Bastard am darauf folgenden Tag war äußerst mäßig gefüllt, die Berliner blieben wohl lieber zuhause. Der Waagenbau in Hamburg am 27.12. dagegen war so brechend voll, daß man sich kaum bewegen konnte. Hier war nur ein Kurzauftritt über den DJ-Mixer geplant, der auch sehr gut angenommen wurde.

Im fränkischen Nürnberg machte sich die Müdigkeit der Beteiligten langsam bemerkbar. Trotzdem ging das zahlreich erschienene Publikum gut mit. Einen gelungenen Tourabschluß gab es am nächsten Tag im legendären Remise in Wil (bei St. Gallen). In der Nacht nach dem Auftritt schrieb Rasco noch die Texte für die Studiosessions, die für den nächsten Mittag angesetzt waren. Also Schweizer: freut auch auf zwei dicke Feature-Tracks in der nahen Zukunft.

Eine weitere Besonderheit dieser Tour war das gemütliche Ausklingen zu Silvester in Heidelberg, auch wenn hiesige Feuerwerksgewohnheiten erstmal sehr beängstigend auf unsere Gäste wirkten.

Concise Kilgore & Rasco

Soca Soccer Flashgame

Wednesday, January 4th, 2006

Die Flash-Game – Seite Juggernart hat jetzt das Fussballspiel Soca Soccer online.
Und ratet mal, von wem die Musik stammt.. 🙂
Jetzt will ich aber auch Teerfedern – Leser in der Highscore sehen!

Soca Soccer

Willkommen 2006

Monday, January 2nd, 2006
Silvester in Heidelberg