Re: die letzte Tour

Als official Tourblog muß es hier natürlich ein kurzer Abriß der letzten Subotage-Tour mit Rasco und Concise Kilgoregeben, wenn auch nur aus dem Gedächtnis. Besonderheit war, daß die Tour über Weihnachten bis Silvester ging und von allen Beteiligten besonderes Engagement forderte.

Das erste Wochenende der Tour konnte ich nicht wahrnehmen und bin erst in Wien dazugestoßen. Die Show dort war zwar nur mittel besucht, allerdings schaffte es der äußerst lebendige harte Kern der Besucher, daß Rasco ein Interview abbrach und zu einer zweiten Zugabe auf die Bühne ging.
Am nächsten Morgen ging es früh raus, da am abend eine Show in Kopenhagen anstand. Nach Flieger, Auto, Fähre und eine Stunde warten in der Kopenhagener Kälte auf den Promoter war die Show eher Pflichtprogramm. Das lag sicherlich auch am Club Cafe Rust, der eher Mainstream Publikum am Start hatte, das sich mit einer Rapshow überfordert fühlte.
Zwei Tage später in Weinheim bei Heidelberg. Das Cafe Central ist ein recht kleiner, gemütlicher Laden, der auch ganz ordentlich gefüllt war. Auch wenn die Show gut anzukommen schien, machte das Publikum einen extrem apathischen Eindruck. Ob das am vorweihnachtlichen Geschenkeeinkaufstress oder an der Einnahme von BTM lag, war schwer auszumachen.

Da in den meisten Clubs geraucht wird, als gäbe es kein Morgen, oder man oft den Eindruck hat, man befinde sich auf dem Jahrestreffen der Kettenraucher, war auch mittlerweile die Stimme der Künstler schwer in Mitleidenschaft gezogen. Natürliche Feinde der Künstlerstimme ist u.a. die obligatorische erste Reihe von notorisch rauchenden und gelangweilt dreinschauhenden Damen. Gerne wird der Rauch demonstrativ dem Künster in das Gesicht geblasen. Auch kaum zu vermeiden: Fans und Vorgruppen (aka male bitches), die den Wunsch des Künstlers nach ruhigen und sauberen Rückzugsgebiet ignorieren und sich im Backstage breitmachen und dabei wettqualmen.
Einzige Abhilfe ist da nur der omnipräsente Jägermeister, ein guter Schluck Cognac und ein paar Tassen Tee.

Am 24.12. dagegen war im Leipziger Conne Island der Laden schwer am Brummen. Schon kurz nach 21h standen die ersten Weihnachtsgeschädigten vor der noch geschlossenen Tür. Vor etwa 700 Zuschauern gab es dann auch eine Show, die sich gewaschen hatte. Vor der Zugabe verbrüht sich Rasco die Lippe vom Tee und zieht unter widrigsten Bedingungen seine Restshow durch.
Die Dresden Show fand in einem recht verborgenen Club in einer Industriebrache statt und war wohl nur für Eingeweihte zu finden. Trotzdem war der Laden brechend gefüllt, der dann eher an eine Räucherkammer erinnerte. Die Show war dank der intimen Nähe (sprich fehlender Bühne) sehr direkt und energiegeladen. Highlight hier der in der Hotellobby ausgegebene heisse Apfelsaft/Amaretto-Drink, der nach unserem Eintreffen mehrmals nachgefüllt werden mußte.
Der Berliner Bastard am darauf folgenden Tag war äußerst mäßig gefüllt, die Berliner blieben wohl lieber zuhause. Der Waagenbau in Hamburg am 27.12. dagegen war so brechend voll, daß man sich kaum bewegen konnte. Hier war nur ein Kurzauftritt über den DJ-Mixer geplant, der auch sehr gut angenommen wurde.

Im fränkischen Nürnberg machte sich die Müdigkeit der Beteiligten langsam bemerkbar. Trotzdem ging das zahlreich erschienene Publikum gut mit. Einen gelungenen Tourabschluß gab es am nächsten Tag im legendären Remise in Wil (bei St. Gallen). In der Nacht nach dem Auftritt schrieb Rasco noch die Texte für die Studiosessions, die für den nächsten Mittag angesetzt waren. Also Schweizer: freut auch auf zwei dicke Feature-Tracks in der nahen Zukunft.

Eine weitere Besonderheit dieser Tour war das gemütliche Ausklingen zu Silvester in Heidelberg, auch wenn hiesige Feuerwerksgewohnheiten erstmal sehr beängstigend auf unsere Gäste wirkten.

Concise Kilgore & Rasco

One Response to “Re: die letzte Tour”

  1. mike says:

    wir in berlin haben einfach nicht glauben wollen dass rasco irgendwann tatsächlich mal vorbeikommt! nach den zig absagen!