Generationenputsch
Auch wenn es in der Presse z.T. als Unfall und Ergebnis politischer Naivität interpretiert ist, so ist doch die Wahl von Nahles zur SPD-Generalsekretärin eher als Putsch der jüngeren Generation zu sehen. Der Zeitpunkt könnte für die SPD nicht ungünstiger und für die Netzwerker besser sein. Das läßt tief in die Prioritäten der Nachfolger blicken.
Es ist ja nicht so, als wäre der Generationswechsel in der SPD nicht überfällig. Allerdings der Zeitpunkt und die Wucht läßt für die Zukunft eher Schlimmes hoffen.
Ob man allerdings den Netzwerkern gleich prinzipienfreier Opportunismus unterstellen darf, finde ich eher übertrieben, wenn auch nicht ganz falsch. Einen Flügel nicht in das klassische Links-Rechts-Schema einordnen zu können muß nicht schlecht sein.
November 1st, 2005 um 17:01 Uhr
Der Generationenwechsel ist wie du schreibst nötig, kommt aber zur denkbar ungünstigsten Zeit. Eine Einordnung in ein rechts-links-Schema macht keinen Sinn.
Aber: noch ist sie nicht gewählt, da kann sich noch viel tun, und so sehr überzeugt, ob sie das überhaupt einmal machen möchte klang sie jetzt auch nicht.
bzw. ob sie das machen möchte, in Anbetracht der Folgen meinte ich, also Scheitern der Koalitionsgespräche und Rücktritt des womöglich gesamten Vorstandes wegen ihrer Wahl.
Machen möchte sie es natürlich schon.
Grüße Joh