Weiter Einschränkung von Verlinkung

Die deutsche Rechtssprechung macht sich in Sachen Verlinkung wieder auf nach Absurdistan. Nicht, daß man schonmal den Eindruck gewonnen hätte, das Internet sei bei der Richtergeneration in service schonmal verstanden worden. Aber das neuste Urteil beweist doch wieder das mangelnde Verständnis. Jetzt ist man sogar die Verlinkung mittels eines Hashes verboten. Ein Hash ist eine Art Prüfsumme einer Datei, die sie eindeutig identifizierbar macht. Deshalb werden Dateihashes von mehreren Tauschbörsen genutzt, u.a. auch vom Edonkey-Netz. Daß dort auch Dinge getauscht werden, die urheberrechtlich nicht immer einwandfrei sind, wissen wir. Aber das Posten eines Dateihashes ist vergleichbar mit dem Posten eines Dateinamens.
Die deutsche Rechtssprechung lehnt sich doch recht weit aus dem Fenster – auch mit der Haftbarkeit für Links generell. Jede Suchmaschine führt direkt zu jeder Seite und kann auch von jedem Laien in sekundenbruchteilschnelle gefunden werden. Das Netz hört nunmal nicht an der deutschen Grenze auf.

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