Zweiter Weltkrieg in der dritten Welt

Der 2. Weltkrieg wurde von den europäischen Mächten auch stellvertretend außerhalb Europas geführt. Leider wird zu den Opfern in Afrika, Asien und Südamerika kaum geforscht. Kriegsberichte sind meistens nur auf Europa und Japan beschränkt. Abhilfe soll jetzt das neu erschienene Buch “Unsere Opfer zählen nicht” leisten.

Viele Länder der Dritten Welt wurden zu Schlachtfeldern, andere lieferten Rohstoffe für die Kriegsproduktion. Millionen Menschen dienten den Krieg führenden Streitkräften als Lastenschlepper und Bauarbeiter, Pfadfinder und Küstenwächter, Aufklärer hinter feindlichen Linien und Bergungstrupps für verwundete Soldaten. Hunderttausende Frauen wurden Opfer sexueller Gewalt. [..]
Antikoloniale Bewegungen im Nahen Osten (von Ägypten über Palästina bis in den Irak und den Iran) und in Asien (von Indien und Burma bis Thailand und Indonesien) sympathisierten mit den faschistischen Mächten und stellten Hunderttausende Freiwillige für deren Krieg. 3000 Rekruten der von den Nazis ausgehobenen „Indischen Legion“ ließen sich 1944 sogar in die Waffen-SS eingliedern und verübten Massaker an der französischen Zivilbevölkerung. Auch davon berichtet dieses Buch.

Man darf gespannt sein auf die Reaktionen zu diesem Buch. Wünschenswert wäre eine breite Diskussion und Forschung zu diesem vernachlässigten Thema.

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