Zahnloses NEPAD

Um das Partnership for Africa’s Development (kurz NEPAD), das im Oktober 2001 mit viel Hoffnung vorgestellt wurde, ist es recht still geworden. Jetzt meldet sich einer der Architekten, der senegalesische Präsident Abdoulaye Wade, zu Wort. Es gäbe kaum Fortschritte, zu viel Energie und Geld sei von Konferenzen verschlungen worden.
Der Plan sah nicht nur Selbstkontrolle in den Bereichen Good Governance, Ökonomie und Menschenrechte vor, auch sollten westliche Entwicklungshilfegelder in Projekte fließen, die von afrikanischer Seite im Rahmen des NEPAD initiiert wurden. Und genau hier scheint der wunde Punkt zu liegen: Kaum ein westliches Land ist bereit, von der eigenen Geldverteilungspolitik zugunsten eines afrikanischen Plans Abstand zu nehmen. Damit muß NEPAD scheitern. Es bleiben also Entwicklungsprojekte, die nur selten koordiniert sind, meist eigenen Interessen gehorchen oder auch nur Aktionismus vortäuschen wollen. Zu einer gleichberechtigten Partnerschaft zwischen Afrika und den westlichen Staaten ist man noch weit entfernt.
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