Die Nama greifen an!
Heute vor 100 Jahren greifen die Nama im ehemaligen Deutsch-Südwest die deutschen Schutztruppen an. Dies taten sie vor dem Hintergrund der Waterberg-Schlacht, die kurz zuvor stattfand und bei dem die Herero vernichtend geschlagen wurden. Bei dieser Schlacht stellten die Nama noch Kontingente in den Schutztruppen, deshalb darf spekuliert werden, warum es nur wenige Monat später zum ähnlich aussichtslosen Kampf kam. Auch den Aufruf der Herero an die Nama, ebenfalls zu den Waffen zu greifen, ignorierte Führer Hendrik Witbooi zu dieser Zeit noch.
Die Bereitschaft, diese Haltung zu ändern, dürfte sich aber anbetracht des verschärften Klimas gegen die Ethnien dieser Region nach dem Herero-Krieg deutlich erhöht haben. Über die KZ-artige “Lagerung” der Kriegsgefangenen ist ja schon hinreichend berichtet worden. Auch das Wort von der “Ausrottung” der Ethnien machte die Runde. Insofern dürfte die überraschende Kriegserklärung der Nama den berechtigten Überlebensängsten geschuldet sein.